Neue RAUM27 Single „Das Klima wieder hin“ ab sofort online!

Es gab schon mal leichtere Themen für die junge Musiker*innen-Generation: Herzschmerz ging immer, das Sich-gegen-das-System-auflehnen sowieso, Rassismus in den Arsch treten bitte immer und auch über den eigenen mentalen Struggle lässt sich vortrefflich texten und musizieren. Aber wie bitte singt man über die Katastrophe, die uns mit sehr großer Sicherheit über den Jordan bringen wird? Ja genau, die Klimakrise? Da haben selbst Journalismus, Aktivismus, Philosophie und Talkshow-Elite bisher nicht den richtigen Weg gefunden, wie man so darüber redet, dass auch jeder die Tragweite des Themas erkennt. Vielleicht weil sich alle Alten und Mittelalten zurücklehnen und sagen: „Gibt ja jetzt die Generation „Fridays For Future“ und Team Greta. Sollen die das klären, ich gehe meinen SUV waschen.“ Aber wie fühlt sich diese junge Generation eigentlich damit?

Das in der Nähe von Bremen aufgewachsene Duo RAUM27 erklärt nicht nur das, sondern wagt es sogar, den richtigen Ton und den richtigen Song für dieses komplexe Thema zu finden. „Mit unserem Song „Das Klima wieder hin“ wollen wir besonders die Problematik der aktuellen gesellschaftlichen Befangenheit untermalen. Dabei zielen wir explizit auf die Tatsache ab, dass es im Alltag immer noch nahezu unumgänglich ist, sich vollkommen klimaneutral zu verhalten. Noch immer gibt es die Werte einer Kreuzfahrtreise, noch immer fliegen 18.000 Flugzeuge ohne Passagiere und noch immer fahren wir an den Strand, um dort ein Fahrrad zu mieten. Der Song dient als Frustventil Jugendlicher und junger Erwachsener, die sich zwischen Vorwürfen älterer Generationen und Lösungsversuchen die Welt ein wenig besser zu machen, ohnmächtig fühlen. Dieses Gefühl kombiniert mit einem Hauch von „traurig aber wahr“-Nihilismus ergab am Ende unsere erste Single „Das Klima wieder hin“ für das Jahr 2022.“

Die größte Überraschung dabei: Sänger Tristan und Instrumenten-Allrounder Mathis scheitern daran nicht nur NICHT, sie hauen sogar einen veritablen Hit raus. „Wir fliegen preiswert mit „Ryanair“ nach Rotterdam / Um uns're Zukunft kümmern wir uns irgendwann / Und schnippen uns're Kippen weg an Orten, wo uns keiner kennt / Frag mich ist das meine Haltung oder nur ein Moment?“, singt Tristan in der ersten Strophe mit einer kernigen, rauen, sehr charismatischen Stimme, die perfekt zur feinen Ironie der Lyrics passt. Und dann dieser Refrain: „Das Klima wieder hin / Gebe alles was ich hab / Fange Anzufangen an / Jetzt oder irgendwann.“ Das klingt so leicht und clever – aber eigentlich ist alles drin: Die eigene Ratlosigkeit. Der Druck der älteren Generationen, das doch bitte jetzt zu richten. Das eigene permanente Scheitern am eigenen ökologischen Fußabdruck – der ja bekanntlich die Erfindung einer BP-Kampagne ist, also einer Firma, die ökologisch mehr Schaden anrichtet, als einzelne jemals verhindern könnten. Mathis erklärt: „Diese Gedankengänge waren uns von Anfang an bewusst – und haben die Musik, den Text und das Video beeinflusst. Es war uns ganz klar, dass wir da keine Fridays For Future-Clips und Slogans reinhauen oder Dinge, die man sich auf einer Mindmap zum Thema Nachhaltigkeit vorstellen kann.“ Man wolle eben „ungern Meinungen vorschreiben sondern eher mit Ironie zum Nachdenken anregen. Die Menschen, die sich auf diesem Weg auf ein Thema zubewegen, sind dann eh immer krasser am Start.“  

Musikalisch sei der Song rockiger, „weil da natürlich auch ein wenig Wut und Ohnmacht drin ist.“ Der Song wurde von Jurik Maretzki produziert und in dessen Studio in Hamburg aufgenommen. Mathis erklärt: „Am Ende waren wir 16 Stunden da und hatten um 6 Uhr morgens den Song genauso wie er jetzt ist im Kasten. Das tat glaub ich auch dem Song gut: Es war nicht so, dass wir uns tagelang Input zugeschickt haben. Es war eher ein langes Gespräch, ein gemeinsames Ausprobieren. Irgendwann kamen auch noch ein paar Fanta-Korn dazu und wir haben uns ironisch aber hochpolitisch in Rage geredet. Und auch das tat dem Song sicher gut.“ Das kann man so unterschreiben. „Das Klima wieder hin“ ist vermutlich genau deshalb genau richtig – und ein guter Vorbote auf das, was von RAUM27 in den nächsten Monaten und Jahren noch zu erwarten ist.

In diesem Sinne: „System change, not climate change!“

https://ffm.to/dasklimawiederhin

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